AZ vom 06.04.2006 | Netzcode: 10863452

Zu guter Entwicklung beigetragen

FW-Kreisrat Wilhelm Ertl: Deutliche Anhebung der Kreisumlage wohl unumgänglich

Vilseck. (prp) Auf die Stadtrats- und Kreistagsarbeit gingen Stadtratsfraktionsvorsitzender Hermann Geier und Kreisrat Wilhelm Ertl bei der Jahreshauptversammlung von Einheitsblock-Freie Wählerschaft ein.

Geier sprach von einem "vertrauensvollen Klima, das im Rathaus herrscht". Mit der Fertigstellung der vom Einheitsblock beantragten Absorberanlage im Schwimmbad sei ein erster Meilenstein bei der regenerativen Energie-Erzeugung gesetzt werden. Die Investition in Höhe von zirka 100 000 Euro werde sich schnell rechnen, so Geier.

Gelobt wurde der ehrenamtlich tätige städtische Energiebeauftragte Helmut Schwindl, der für die wichtigsten städtischen Liegenschaften einen Energieausweis erstelle. Davon profitiere die Stadt, denn es würde dringlicher Investitionsbedarf, aber auch Einsparpotenzial aufgezeigt. Geier erläuterte die wichtigsten Investitionen im Haushaltsjahr 2006, die sich seinen Worten nach im Vermögenshaushalt auf insgesamt 4,5 Millionen Euro belaufen. Die solide Haushaltslage bezeichnete er als "Ergebnis fraktionsübergreifender Zusammenarbeit bei der Festsetzung der wichtigsten Projekte und Eckdaten des Haushaltes".

Insgesamt habe die Fraktion von Einheitsblock-FW maßgeblich zur guten Entwicklung Vilsecks mit beigetragen, so Geiers Fazit. Kreisrat Wilhelm Ertl ging auf die Festsetzung der Kreisumlage ein. Aufgrund der fortschreitenden Kostenexplosion im Bereich der Sozialkosten sei eine deutliche Anhebung "wohl unabwendbar". Die FW-Kreistagsfraktion vertrete die Ansicht, dass die steigenden Defizite bei einigen kreiseigenen Einrichtungen kritisch zu hinterfragen seien und Einsparmöglichkeiten auf den Prüfstand müssten.

Bei der Ausweisung der Landschaftsschutzgebiete hätten Freie Wähler und CSU die von der Verwaltung erarbeitete Gebietskulisse mehrheitlich abgelehnt. Die vorgeschlagenen Gebiete hätten "den Landkreis in seiner zukünftigen Entwicklung behindert", so Ertl.

« zurück zu Aktuelles