AZ vom 28.04.2008 | Netzcode: 1360204 |

"Schertl muss dafür gerade stehen"

Sondersitzung der Wählergruppe Einheitsblock-FW in Vilseck

Vilseck.(prp) Die amtierenden Stadträte der Wählergruppe Einheitsblock-FW informierten bei einer Sondersitzung die Vorstandsmitglieder und neuen Stadträte über die jüngste Entwicklung und den aktuellen Sachstand zur gegenwärtigen Finanzmisere in der Stadt Vilseck.

Fraktions- und Vereinsvorsitzender Wilhelm Ertl bedauerte, dass aufgrund der unterlassenen Informationspflicht des Bürgermeisters, den Bürgern auf den Wahlversammlungen die Unwahrheit zur aktuellen Finanzlage gesagt wurde. "Diesen Schuh werden wir uns nicht anziehen", sagte Ertl, "Bürgermeister Schertl muss hierfür gerade stehen".

Umschichtungen angemahnt

Rückendeckung gab es für dritte Bürgermeisterin Roswitha Graßler. "Die Verabschiedung des Haushaltsplanes 2008 liegt derzeit auf Eis, da der Stadtrat per einstimmigen Beschluss zunächst die Stellungnahme der Kommunalaufsicht abwarten will. Seitens des Einheitsblock-FW wurden Umschichtungen in der mittelfristigen Investitionsplanung angemahnt", berichtete Ertl. Die im Haushalt vorgesehenen Mittel von jährlich 400 000 Euro für die Jahre 2009 bis 2012 für weitere Maßnahmen in der Burganlage seien zu streichen. Stattdessen müsse die Kläranlage anfinanziert werden, so die Kernforderung. Strikte Sparsamkeit sei angesagt, um die Finanzlage mittelfristig wieder zu konsolidieren.

Finanzausschuss tagt öfter

Wie Stadtrat Thorsten Grädler informierte, seien vom Finanzausschuss eine Reihe von Maßnahmen beschlossen worden. So wird das Gremium künftig mindestens zweimal pro Quartal tagen. Man werde sorgfältig auf eine ordnungsgemäße Abwicklung des Haushaltsplanes achten. In Anbetracht der Sachlage hält es die Wählergruppe für notwendig, die Besetzung der Stellvertreterposten des Bürgermeisters zu prüfen.