Der Fraktionsvorsitzende der Wählergruppe Einheitsblock Freie Wählerschaft, Wilhelm Ertl, ging in seiner Haushaltsrede auf schwierige Rahmenbedingungen ein. Die unsichere Zukunft bei den stationierten US Streitkräften und prekäre Finanzlage der Kommunen durch rasant steigende Umlagen an Bezirk und Kreis seien ernste Warnsignale. Dennoch sei es gelungen, einen soliden Haushalt aufzustellen, in dem alle Anregungen aus den Fraktionen berücksichtigt werden konnten, so auch die von seiner Fraktion beantragte Baumaßnahme „Barrierefreiheit im Rathaus“ mit Einbau eines Aufzuges mit 300.000 €.
Die freiwilligen Leistungen der Stadt, wie etwa die Zuschüsse an Vereine und Verbände seien um 18 % erhöht wurden auf einen Ansatz von 56.300 €. Damit komme auch der hohe Wertschätzung für die geleistete Arbeit in den Vereinen zum Ausdruck: „Ohne die vielen ehrenamtlich engagierten Bürger wäre Vilseck deutlich ärmer, und vieles wäre nicht mehr möglich. Diese Gelder sind dort bestens angelegt.“ sagte Ertl.
Ertl verwies auf die bürgerfreundlichen Gebühren in der Stadt Vilseck, wie etwa Wasser, Kanal, Grundsteuer und auf die getätigten Investitionen in Infrastruktur, Kläranlage, Glasfaser, Schule, Kindergärten, Feuerwehren oder Burg. Zudem konnte man mit viel Zeitaufwand und Hartnäckigkeit auch die Baureife für externe Projekte wie das BRK-Seniorenheim und Lidl/Rossmann-Märkte verwirklichen. Dadurch entstünden neue Arbeitsplätze und eine Stärkung des Unterzentrums Vilseck.
Ertl lobte das gute Zusammenspiel von Stadtrat, Bürgermeister und Verwaltung, mit einer konstruktiven und fraktionsübergreifenden Zusammenarbeit, ohne unnötige Reibungsverluste und appellierte daran auch in Wahlkampfzeiten festzuhalten.